Schlepper Freunde Stadt Anspach e.V.

Pressemitteilungen :

Taunus Zeitung 2_8_2011-08-02

Eine besondere Quadrille

Beim Dressurfestival auf der Wintermühle überzeugen nicht nur die Reiter

Mal was anderes: Anstelle der großen Wintermühlen-Quadrille mit 12 PS gab es beim 11. Dressurfestival am Sonntag eine Tanzdarbietung mit weit mehr Pferdestärken.

Von Alexander Schneider

Neu-Anspach. Die Anspacher Schlepperfreunde waren am Sonntag beim 11. Dressurfestival auf der Wintermühle die absoluten Publikumslieblinge: Die Quadrille mit acht Traktor-Oldies klappte auf Anhieb. Fotos: Schneider Das Dressurfestival auf der Wintermühle gehört seit Jahren zu den bedeutendsten Sportveranstaltungen der Region. Von der Sonne meist gütig belächelt, zeichnete sich das Reitsportfest in seiner 11. Auflage durch eher mittelmäßige meteorologische Rahmenbedingungen aus. Immer wieder prasselten Schauer auf Reiter und Zuschauer herab, was der Stimmung im und am Dressurviereck aber keinen Abbruch tat.

Auch dass die zur Aufnahme des in Scharen aus aller Herren Länder angereisten Pferdematerials errichtete Stallzeltstadt zeitweise einer überdachten Arena für Seepferdchen glich – sturzbachartiger Gewitterregen hatte sich in der Nacht zum Donnerstag am Sichtschutzwall gestaut und die Zelte hüfthoch geflutet –, brachte Wintermühlen-Chef Arnold Winter nicht aus der Ruhe. Ein Anruf bei Sponsor Harald Moses, und die Sache war in trockenen Tüchern: Moses rückte um 23 Uhr mit schwerem Gerät an, biss mit dem Bagger ein Stück Damm heraus: Fall erledigt, Wasser weg.

Der Pferdesportverband Hessen, die Stadt Neu-Anspach sowie der Reit- und Fahrverein Wintermühle laden immer wieder gerne zu der lockeren Zusammenkunft ins VIP-Zelt ein. Sie dient dem gegenseitigen Kennenlernen von Sportlern, Funktionären und Richtern. Winter hob die Bedeutung der Sponsoren für ein solches Turnier, das mit einem neuerlichen Teilnehmerzuwachs von 30 Prozent an seine Kapazitätsgrenzen stoße, hervor.

Klaus Hoffmann (CDU), Bürgermeister und Schirmherr, sagte, er sei stolz darauf, dass so viele gute Reiter immer wieder auf die Wintermühle kommen. Deshalb sei er auch gerne Schirmherr, wenngleich angesichts des Wetters aber auch Selbstzweifel an ihm nagten.

Den Mut des Vereins, sich Jahr für Jahr als Gastgeber zur Verfügung zu stellen, sei aller Ehren wert, sagte Dr. Carsten Munk, stellvertretender Vorsitzender des Pferdesportverbandes Hessen.

6:1 für die Eintracht

Auch beim 11. Dressurfestival auf der Wintermühle standen sich am Sonntag wieder die Traditionsmannschaft von Eintracht Frankfurt und eine Equipe aus Promis und Sponsoren vor großem Publikum gegenüber: 6:1 für die Eintracht hieß es am Ende, und alle waren glücklich, denn es hätte gut und gerne auch schlimmer kommen können, viel schlimmer.

Böse Zungen behaupten, der Eintracht-Keeper habe gerade noch rechtzeitig beiseitetreten können, um den Elfmeter als letzte Chance für die "Wintermühlen-Allstars" zum Anschlusstreffer passieren zu lassen. Ganz böse Zungen behaupten sogar, Wintermühler Karius Lahsen haben gar keinen Gegnerkontakt gehabt, sondern sich nur filmreif fallen lassen. Aber lassen wir das. Richtig gesehen hat es bei dieser Torschusspanik buchstäblich in letzter Minute ohnehin keiner. Dass die betagten, aber noch immer topfitten Ballkünstler um Eintracht-Legende Charly Körbel das Dressurviereck als Sieger verlassen würden, stand eigentlich nie in Zweifel. Die Frage war nur, wie hoch der Sieg ausfallen würde.

Vergleichsweise geordnet verlief die neuste Attraktion des Festival-Rahmens, die Traktor-Quadrille der Schlepperfreunde Neu-Anspach. Mit ihrem Chef Harald Moses an der Tete knatterten acht hochbetagte Bulldogs ins Viereck, zogen dort wie am Schnürchen artig und bodenschonend ihre Kreise. Tosender Beifall des Publikums war der Lohn für diese gelungene Vorstellung. Und auch bei den Reitern, die danach zum Grand-Prix-Special, ausgerechnet der schwersten Prüfung des ganzen Turniers, antraten, war die Skepsis, dass man den Boden im Dressurviereck danach vergessen könne, verflogen.

Artikel vom 01. August 2011, 19.50 Uhr (letzte Änderung 02. August 2011, 04.09 Uhr)

Usinger Anzeiger 2.8.2011

 

Ehrentreffer dank der Hilfe des Schiris

02.08.2011 02:00 Uhr - NEU-ANSPACH

Im Rahmenprogramm des Wintermühlen-Dressurfestivals spielt Auswahl gegen Eintracht Frankfurt - Traktor-Quadrille

(sam). Die Kicker der Frankfurter Eintracht haben alles gegeben, um nicht allzu viele Tore zu schießen. Sie spielten am Ende zu sechst gegen zehn Spieler der Wintermühle-Mannschaft und passten auf, dass sie ihre Gegner möglichst nicht behinderten. Genutzt hat es nichts.

Sechs Tore schoss die Eintracht bei dem Fußballspiel im Rahmenprogramm des Dressurfestivals auf der Wintermühle, unangefochtener Torschützenkönig war Charly Körbel. Der Torwart des Wintermühle-Teams, Marc Eppinger, machte zwar eine gute Figur und hielt einige Bälle ab, insgesamt war er jedoch chancenlos.

Mit dem Wintermühle-Team kickte auch der Neu-Anspacher Bürgermeister Klaus Hoffmann - für wen Jack-Russel-Terrier „Hubert" spielte, war allerdings unklar. Der kleine Vierbeiner kam in der zweiten Halbzeit plötzlich aufs Feld gerannt und spielte souverän Pfoten- und Schnauzenball, bis er von seinem Frauchen eilig wieder eingesammelt wurde. Ein Tor schoss er nicht.

Dass die Neu-Anspacher wenigstens einmal über einen Treffer jubeln konnten, verdankten sie dem Schiedsrichter. Dieser sah zum Ende des Spiels ein Foul und gab einen Elfmeter, den die Neu-Anspacher - wohl auch dank des verminderten Abstands zum Tor und einer Absprache mit dem Eintracht-Torwart - ins Netz bretterten.

Für viel Spaß sorgte im Rahmenprogramm auch die Traktoren-Quadrille von den Schlepperfreunden Neu-Anspach. Bei den früheren Dressurfestivals war stets eine Dressurquadrille vorgeführt worden, nun ging es auf dem Dressurplatz deutlich PS-stärker zu.

Die Schlepperfreunde hatten die Hufschlagfiguren des Reitsports gelernt. Sie fuhren Volten, wechselten im „starken Galopp" durch die Bahn und knatterten auf dem Zirkel sehr zur Freude der Zuschauer ihre Runden.

Bei den Traktorfreunden sitzen die Hufschlagfiguren, die man aus der Dressur

 

Taunus Zeitung 6.7.2011

Ob Signalrot oder Schwarz . . .

. . . die Schlepperfreunde stellen voller Stolz ihre Fahrzeuge zur Schau

Schnittige Traktormodelle beeindruckten am Wochenende mit ihrem Aussehen und ihren Fahrkünsten gleichermaßen. Für Fahrer und Gäste hatten die Schlepperfreunde ein unterhaltsames Programm auf die Beine gestellt.

Von Dorit Lohrmann

Neu-Anspach. Schlepper, soweit das Auge reicht, dazwischen bewundernde Begutachter. Fotos: Lohrmann Sie heißen "Lanz", "Fendt" oder "Massey Ferguson". Sie tuckern mit gerade mal 16, 39 oder 45 Pferdestärken über Land. Nur der Mercedes unter ihnen bringt es auf über 80 PS. Aber diese Modelle – die Unimogs – sind ja auch die großen "Wilden" unter den Treckern.

Eines haben die Traktoren auf jeden Fall gemeinsam: Sie sind der ganze Stolz ihrer Besitzer. Und der bezieht sich nicht oder nicht nur auf das, was unter der Haube steckt, sondern durchaus auch aufs Aussehen. Denn so ein Schlepper macht schon was her, wenn er beispielsweise in knalligem Signalrot leuchtet oder in schnittigem Schwarz mit flottem Holzlenkrad beeindruckt.

Vor drei Jahren haben sich die Liebhaber solcher Traktoren zusammengetan und den Verein "Schlepper Freunde Stadt Anspach" gegründet. Und sie haben im Gründungsjahr das erste Bergzeitfahren für Schlepper organisiert. "Damals waren 25 Traktoren am Start", erinnerte sich Vorsitzender Harald Moses. Und mehrere Hundert Zuschauer waren schon im Juli 2008 auf die Wacht gekommen, wo das Wettfahren der Schlepper stieg.

Tanz in der Scheune

Inzwischen hat sich das Schleppertreffen zu einem ziemlich großen Event in Anspach gemausert. Am Wochenende wurde wieder über zwei Tage lang gefeiert. "Gestern hatten wir 450 Besucher bei unserem Scheunentanz", freute sich Moses am Sonntag. Die Party mit den "River Boys" stieg in der Scheune von Werner Lempp direkt an der Wacht. "In der Scheune von unserem Schlepper-Freund können wir bis in die frühen Morgenstunden feiern", lobte Moses die günstige Lage.

Spezielles Vergnügen

Dort hatte der Verein zudem genug Platz für sein spezielles Vergnügen, die Austragung des Bergzeitfahrens. An dem beteiligten sich natürlich nicht nur ortsansässige Traktoreigner, die Herausforderung nahmen auch Schlepperfahrer aus der Nachbarschaft an. Und sie hatten durchaus auch reelle Chancen, Siege einzuheimsen, so wie beispielsweise Maurice Eckhardt aus Laubach. Er errang den ersten von fünf Plätzen in seiner PS-Klasse. In derselben wurde der Fahrer mit der Startnummer 7 Letzter, und das nur, weil der arme Tropf eine falsche Strecke gefahren war, nämlich die des Vorjahres.

Sieger in den übrigen Klassen waren Dr. Ulf Georgi und Matthias Jäger, beide aus Neu-Anspach. Der Laubacher Sigurd Eckhardt fuhr in seiner Klasse ohne Konkurrenz, was ihm dadurch ebenfalls einen ersten Platz einbrachte. In diesem Jahr hatten die Schlepper-Freunde das Bergzeitfahren, eine Art Hindernisfahrt, erstmals um eine Disziplin erweitert, bei der Baumstämme gezogen werden mussten. Gewertet wurde stets die benötigte Zeit. Und welcher Traktor am besten gefiel, das durften die Festbesucher entscheiden. Die wählten mehrheitlich den Traktor von Karin Eichhorn aus Neu-Anspach.

Artikel vom 05. Juli 2011, 19.52 Uhr (letzte Änderung 06. Juli 2011, 04.51 Uhr)

 

 

 

Usinger Anzeiger  

Bäume ziehen, schnell fahren und auch noch schön aussehen

05.07.2011 - NEU-ANSPACH

Baumzieh-Wettbewerb erstmals im Programm der Schlepperfreunde Neu-Anspach - Samstagabend Scheunentanz und am Sonntag Wettkämpfe

(cju). Traktoren und andere Nutzfahrzeuge, so weit das Auge blicken kann: Am Wochenende war das Gebiet rund um „die Wacht" oberhalb der Kleeblattstadt fest in der Hand der Schlepperfreunde der Stadt Neu-Anspach. Am Samstagabend trafen sich alle, die gerne mal eine flotte Sohle aufs Parkett legen, in der Scheune zum Scheunentanz und der Sonntag gehörte dann den Traktoren und ihren Fans. Vor allem männliche Herzen schlagen höher, wenn sie das warme Tuckern der Motoren hören und anscheinend, so hat es Wilfried Müller bemerkt, „sind Traktoren ja so was von „in".

Der Samstagabend begann flott mit Schlagern und Evergreens, dargeboten von den River Boys. Schon früh am Abend enterten die ersten die Tanzfläche und tanzten mit Elan. „Weil wir ja hier die schöne Scheune haben, wurde das mit dem Scheunentanz ins Leben gerufen", erinnern sich Harald Moses und Frank Föller, 1. und 2. Vorsitzender der Schlepperfreunde der Stadt. Man wolle bewusst etwas für die ältere Generation bieten, wobei die jungen Besucher natürlich nicht ausgeschlossen wurden. „Später spielen die auch noch rockigere Sachen", wussten die beiden aus dem Vorstandsteam. Die Versorgung der vielen Gäste übernahm die Metzgerei Henrici und natürlich war auch für Durstlöschendes ausreichend gesorgt. Am Sonntag ging es dann mit Frühschoppen und flotter Musik vom Musikzug der SGA weiter. Parallel dazu standen die Fahrzeuge bereit, um von Liebhabern und Freunden begutachtet zu werden. Es gab zudem einen Wettbewerb - das Publikum durfte den schönsten Traktor wählen. Dies war der Schlepper von Karin Eichhorn aus Neu-Anspach, die sich sehr über dieses Votum freute.

Gegen 14 Uhr erreichte die Spannung ihren Höhepunkt. Das Bergzeitfahren sollte, kommentiert von Andreas Moses, über die Bühne gehen, gefolgt von einem Baumzieh-Wettbewerb, den man erstmals mit im Programm hatte. Die jeweiligen Zeiten wurden addiert und so in den verschiedenen Kategorien der jeweils beste Teilnehmer ermittelt. Das Publikum verfolgte gespannt die einzelnen Starts und vermutlich hatten einige bald ihren eigenen Favoriten ausgemacht. Ein Pechvogel, die Nummer 7 mit Cem Lafci, fuhr dummerweise die Strecke aus dem Vorjahr und musste dafür eine halbe Strafminute einkassieren, die ihn dann auf den letzten Platz der Klasse über 35 PS brachte. Hier hatte Maurice Eckhardt aus Laubach mit seinem Massey Ferguson aus dem Jahr 1962 die Nase vorn und siegte. Insgesamt waren es hier fünf Wettbewerbsteilnehmer. In der ersten Kategorie, bis 25 PS, gab es nur zwei Starter. Hier belegte Dr. Ulf Georgi den ersten Rang auf einem Fahr D 17, Baujahr 1952. Ohne Konkurrenz die zweite Kategorie, 26 bis 34 PS - hier startete lediglich Sigurd Eckhardt aus Laubach mit einem Fordson Dexter aus dem Jahr 1960. In der Unimog- und Sonderklasse gingen vier Fahrzeuge ins Rennen - am Ende siegte Matthias Jäger aus Neu-Anspach mit seinem Mercedes Unimog aus dem Jahr 1985.

Das kühle Wetter und die Sommerferien waren wohl schuld daran, dass es weniger Zuschauer als in den Vorjahren waren - insgesamt aber waren die Veranstalter zufrieden und raten dazu, sich schon heute den Termin fürs nächste Bergzeitfahren einzutragen. Am ersten Juliwochenende 2012 ist es wieder so weit: Scheunentanz und Bergzeitfahren warten auf Fans und Freunde.

Maurice Eckhardt mit der Startnummer 5 hat bei den Traktoren über 35 PS die Nase vorn. Fotos: Jung

  7.7.2010 Bericht von Evelyn Kreutz

 

Alte „Schätzchen" geben ordentlich Gas

07.07.2010 - NEU-ANSPACH

Wochenende für die Schlepperfreunde: Neue Strecke für diesjähriges Bergzeitfahren - Größeres Zelt beim Scheunentanz

(ek). Die Schlepperfreunde Neu-Anspach wollten bei ihrer dritten Großveranstaltung „Auf der Wacht" den Erfolg des Vorjahres toppen und strahlten nach gelungenen zwei Tagen mit Scheunentanz, Frühschoppen, Schlepperausstellung und Bergzeitfahren am Sonntag mehr als zufrieden mit der Sonne um die Wette.

Tanzen bis zum Abwinken und Super-Stimmung in uriger Atmosphäre waren am Samstagabend beim Scheunentanz mit Bernd Schütz und seinen River Boys angesagt. Weil die Scheune von Werner Lempp und das Zelt im vergangenen Jahr aus allen Nähten geplatzt waren, hatte der Vorstand um den Vorsitzenden Harald Moses und seinen Stellvertreter Frank Föller, in diesem Jahr mit zahlreichen Helfern ein noch größeres Zelt aufgebaut. Sie hatten gut daran getan, denn über den Abend verteilt waren 750 Besucher bei den Schlepperfreunden und selbst nach der Übertragung des Fußballweltmeisterschaftsspiels kam zu vorgerückter Stunde noch ein ganzer Schwung Gäste. Bei sommerlichen Temperaturen feierten Alt-Anspacher und Neubürger ausgelassen bis spät in die Nacht.

Am Sonntagmorgen knüpften die Schlepperfreunde daran gleich wieder an. Zum Frühschoppen mit dem Musikzug der SG Anspach war das Festzelt erneut rappelvoll und auf der Wiese davor waren rund 60 Schlepper allen Alters und aller Größen ausgestellt. Als riesiges Unikum beeindruckte der 200 PS starke bullige Schlüter des Pfaffenwiesbachers Herbert Erker. Aber der zwölfjährige Simon Bellino fand auch den grasgrünen Holder von Sven Urban total klasse, auch wenn der kleine Schlepper, Baujahr 1956, gerade mal zehn PS hatte und es auf höchstens 16 Stundenkilometer brachte.

Am frühen Nachmittag heizten einige Schlepperfahrer dann ihre Maschinen ein und zahlreiche schaulustige Besucher postierten sich an der neu ausgewiesenen Strecke für das diesjährige Bergzeitfahren. Im Start- und Zielbereich drängelten sich die meisten Zuschauer. Sie hatten reichlich Staub zu schlucken, den die Gefährte wegen der Trockenheit am meisten dort aufwirbelten, wo sie beschleunigten. Die gefährliche Spitzkehre war auf dem Rundkurs herausgenommen worden. Dafür hatten die Schlepperfreunde einen Kreisel eingebaut, an dem heruntergebremst und der rückwärts umfahren werden musste.

Damit ältere Modelle mit weniger PS nicht das Nachsehen hatten, starteten die Schlepperfahrer in verschiedenen Klassen. Bei der Siegerehrung, die Bürgermeister Klaus Hoffmann (CDU) als Schirmherr zusammen mit CDU-Chef Andreas Moses durchführte, freute sich Gesamtsieger Sigurd Eckhard aus Laubach, der auf seinem MF 35, Baujahr 1961, mit 3:47,0 auf der Strecke der Schnellste war, gleich über zwei Pokale. Er hatte in diesem Jahr in der Klasse bis 35 PS seinen Sohn Maurice Eckhard auf den zweiten Platz verwiesen, vor Wolfgang Best aus Grävenwiesbach. Die Klasse bis 25 PS gewann Heinz Günther Heinecke aus Hofheim-Diedenbergen auf seinem Hanomag, Baujahr 1955, mit 19 PS vor Peter Bangert aus Grävenwiesbach. Der Neu-Anspacher Adolf Pogorel landete mit seinem 20 PS starken Hakotrak, Baujahr 1982, nach Punktabzug nur auf Platz drei, weil er den Kreisel nicht rückwärts durchfahren hatte. Den Sieg in der Klasse bis 15 PS sicherte sich der Neu-Anspacher Rolf Jäger auf seinem Deutz, Baujahr 1956, vor Dietmar Wiener aus Hundstadt auf seinem Hanomag, Baujahr 1956. In der Unimog-Klasse war Uwe Bischoff mit seinem 82 PS starken Fahrzeug, Baujahr 1969, ohne Konkurrenz. Ein besonderer Dank der Schlepperfreunde ging an diesem Wochenende an Joachim Datz, der bei mehreren Stromausfällen schnell zur Stelle war und so einen reibungslosen Verlauf der Veranstaltung garantierte.

 

 

 Von Frank Saltenberger

 

Zum Fahren viel zu schade

Hecken-Schlepper-Nachwuchs aus Hundstadt: Tobias auf dem „Tiger“ von Wolfgang Best. Fotos: Saltenberger

Vom Oldie bis zum High-Tech-Traktor: Auf der Wacht war am Sonntag alles zu sehen.

Neu-Anspach. Der Berg rief, und rund 60 Trecker kamen. Das Bergzeitfahren der Ackerfahrzeuge erfreute sich dabei auch eines großen Publikumsinteresses: Rund 1000 Besucher kamen zu dem Spektakel auf der Wacht.

Am Freitagabend hatte es mit dem Scheunentanz schon einen Auftakt nach Maß gegeben. «25 Prozent haben wir erweitert, und 25 Prozent mehr waren voll besetzt», sagte Frank Föller, Vize-Vorsitzender der Schlepperfreunde, und zählte 750 Besucher.

Die «Riverboys» spielten, und sie hatten offensichtlich die Zugkraft eines modernen Hightech-Schleppers. Bis spät in die Nacht war die Stimmung fantastisch, die Deutschen waren eben in Feierlaune.

Und das ging am Sonntagvormittag gleich weiter. Zum Frühschoppen spielte der Musikzug der SGA, und schon wieder waren das Zelt samt Erweiterung an der Feldscheune Lempp rappelvoll.

Draußen stieg der Besucherstrom derweil von Minute zu Minute an, denn viele wollten sich den Lack der Traktoren noch einmal auf Hochglanz anschauen. Die Traktoren der Schlepperfreunde und ihrer Freunde aus dem Usinger Land und darüber hinaus glänzten in der Sonne, und Hunderte liefen die Parade ab. Die Fans fachsimpelten über PS und Baujahr, und so manches Vehikel war viel zu schade, um später an den Start zu gehen, durch Staubwolken zu tauchen und die XXL-Reifen durchdrehen zu lassen.

Frank Föller selbst hat so ein stylisches Gefährt, mit dem man im Smoking mit der Begleiterin im kleinen Schwarzen auf dem Beifahrersitz eher in die Oper fahren sollte als zum Kühe melken auf die Weide. John Players Black mit edlen Holzapplikationen.

Charme alter Zeiten

Mit dem modernen Großtraktor, ein tonnenschwerer Koloss mit hydraulisch kippbarem Führerhaus, wäre der Opernbesuch nicht anzuraten, allein schon wegen der Tiefgarage. Aber auch er zog die Aufmerksamkeit an sich wie auch die zahlreichen älteren Modelle mit dem Charme der gute alten Zeit. So wie der graue «Tiger» des Herstellers Eicher Baujahr 1983, zur Schau gestellt von einem Hundstadter Heckeschlepper. Aber er sah irgendwie älter aus als er ist – scheint es auch bei Maschinen zu geben. Er war nicht das einzige Oldie-Schnauferl, dem man das Rennen gar nicht zumuten wollte.

Gegen Mittag rüsteten jedoch zwölf Fahrer zum Gefecht. Der Parcours war entschärft und die Spitzkehre am Fuße des Abhangs Richtung Stadt aus der Strecke herausgenommen worden. Stattdessen fuhren die Trecker bergauf zur höchsten Stelle der Wacht, mussten dort durch Rückwärtsfahren wenden und dann die Abfahrt antreten. Damit auch dabei keiner zu schnell an Fahrt gewann, war noch eine Schikane eingebaut worden: Um eine Strohtrommel musste ebenfalls rückwärts gefahren werden.

Das Rückwärtsfahren hatte nicht nur den Effekt, Tempo herauszunehmen, sondern: «Manche Schlepper fahren zwar vorwärts ziemlich schnell, können rückwärts aber nur ganz langsam fahren», erklärte Föller, das trage etwas zur Chancengleichheit bei. Und wer nicht rückwärts fuhr, der bekam Strafzeiten aufgebrummt. So wie Adolf Pogorel mit seinem Hausmeisterminitraktor, der vorwärts um den Ballen kreiste. In Traktorenklassen siegten: Bis 15 PS: Rolf Jäger auf einem Anspach Deutz F11-712 Baujahr 1958. Bis 25 PS: Heinz Günther Heinecke, Hofheim auf einem Hanomag R19 Baujahr 1955. Bis 35 PS: Sigurd Eckardt, Laubach auf einem MF 35 Baujahr 1961. Und das vermeintliche Schnauferl aus Hundstadt zeigte noch Topform und kam immerhin auf Platz drei.

Artikel vom 05. Juli 2010, 22.30 Uhr (letzte Änderung 06. Juli 2010, 04.20 Uhr)

Zum Fahren viel zu schade

Zwölf Teilnehmer auf dem Parcours

Das waren noch Zeiten: Die «Generation Sackkarre» bewundert das Museumsstück, das sich unter die Trecker geschmuggelt hatte.

Von Frank Saltenberger

Vom Oldie bis zum High-Tech-Traktor: Auf der Wacht war am Sonntag alles zu sehen.

Neu-Anspach. Der Berg rief, und rund 60 Trecker kamen. Das Bergzeitfahren der Ackerfahrzeuge erfreute sich dabei auch eines großen Publikumsinteresses: Rund 1000 Besucher kamen zu dem Spektakel auf der Wacht.

Am Freitagabend hatte es mit dem Scheunentanz schon einen Auftakt nach Maß gegeben. «25 Prozent haben wir erweitert, und 25 Prozent mehr waren voll besetzt», sagte Frank Föller, Vize-Vorsitzender der Schlepperfreunde, und zählte 750 Besucher.

Die «Riverboys» spielten, und sie hatten offensichtlich die Zugkraft eines modernen Hightech-Schleppers. Bis spät in die Nacht war die Stimmung fantastisch, die Deutschen waren eben in Feierlaune.

Und das ging am Sonntagvormittag gleich weiter. Zum Frühschoppen spielte der Musikzug der SGA, und schon wieder waren das Zelt samt Erweiterung an der Feldscheune Lempp rappelvoll.

Draußen stieg der Besucherstrom derweil von Minute zu Minute an, denn viele wollten sich den Lack der Traktoren noch einmal auf Hochglanz anschauen. Die Traktoren der Schlepperfreunde und ihrer Freunde aus dem Usinger Land und darüber hinaus glänzten in der Sonne, und Hunderte liefen die Parade ab. Die Fans fachsimpelten über PS und Baujahr, und so manches Vehikel war viel zu schade, um später an den Start zu gehen, durch Staubwolken zu tauchen und die XXL-Reifen durchdrehen zu lassen.

Frank Föller selbst hat so ein stylisches Gefährt, mit dem man im Smoking mit der Begleiterin im kleinen Schwarzen auf dem Beifahrersitz eher in die Oper fahren sollte als zum Kühe melken auf die Weide. John Players Black mit edlen Holzapplikationen.

Charme alter Zeiten

Mit dem modernen Großtraktor, ein tonnenschwerer Koloss mit hydraulisch kippbarem Führerhaus, wäre der Opernbesuch nicht anzuraten, allein schon wegen der Tiefgarage. Aber auch er zog die Aufmerksamkeit an sich wie auch die zahlreichen älteren Modelle mit dem Charme der gute alten Zeit. So wie der graue «Tiger» des Herstellers Eicher Baujahr 1983, zur Schau gestellt von einem Hundstadter Heckeschlepper. Aber er sah irgendwie älter aus als er ist – scheint es auch bei Maschinen zu geben. Er war nicht das einzige Oldie-Schnauferl, dem man das Rennen gar nicht zumuten wollte.

Gegen Mittag rüsteten jedoch zwölf Fahrer zum Gefecht. Der Parcours war entschärft und die Spitzkehre am Fuße des Abhangs Richtung Stadt aus der Strecke herausgenommen worden. Stattdessen fuhren die Trecker bergauf zur höchsten Stelle der Wacht, mussten dort durch Rückwärtsfahren wenden und dann die Abfahrt antreten. Damit auch dabei keiner zu schnell an Fahrt gewann, war noch eine Schikane eingebaut worden: Um eine Strohtrommel musste ebenfalls rückwärts gefahren werden.

Das Rückwärtsfahren hatte nicht nur den Effekt, Tempo herauszunehmen, sondern: «Manche Schlepper fahren zwar vorwärts ziemlich schnell, können rückwärts aber nur ganz langsam fahren», erklärte Föller, das trage etwas zur Chancengleichheit bei. Und wer nicht rückwärts fuhr, der bekam Strafzeiten aufgebrummt. So wie Adolf Pogorel mit seinem Hausmeisterminitraktor, der vorwärts um den Ballen kreiste. In Traktorenklassen siegten: Bis 15 PS: Rolf Jäger auf einem Anspach Deutz F11-712 Baujahr 1958. Bis 25 PS: Heinz Günther Heinecke, Hofheim auf einem Hanomag R19 Baujahr 1955. Bis 35 PS: Sigurd Eckardt, Laubach auf einem MF 35 Baujahr 1961. Und das vermeintliche Schnauferl aus Hundstadt zeigte noch Topform und kam immerhin auf Platz drei.

Artikel vom 06. Juli 2010, 03.25 Uhr (letzte Änderung 06. Juli 2010, 05.11 Uhr)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Taunuszeitung

11.03.2010 10:16 Uhr Lokales Neu-Anspach Anspach

Bergzeitfahren festgezurrt

Neu-Anspach. Rennsportfreunde erwarten mit Spannung das kommende Wochenende, wenn Michael Schumacher erstmals wieder um Punkte in der Formel 1 fahren wird. Gut möglich, dass ihm auch der ein oder andere Schlepperfreund aus Neu-Anspach die Daumen drücken wird. Für die meisten der Vereinsmitglieder wird jedoch das erste Juli-Wochenende den eigentlichen Höhepunkt der Rennsaison bilden. Dann findet in der Kleeblattstadt das traditionelle Bergzeitfahren statt.

Der Termin wurde am Wochenende bei der Jahreshauptversammlung der Schlepperfreunde festgezurrt. Am Sonntag, 4. Juli, fällt um 13 Uhr der Startschuss. Bereits für Samstag, 3. Juli, laden die Schlepperfreunde zum Scheunentanz mit Live-Musik ein. Los geht’s zum 19 Uhr. Eine Traktorausstellung und ein Zeltfrühschoppen runden das Programm am Sonntagvormittag ab.

Federführend bei der Organisation des Spektakels wird der Vorstand sein. Bei der Hauptversammlung wurden Harald Moses zum Vorsitzenden, Frank Föller zum stellvertretenden Vereinschef sowie Werner Lempp und Jürgen Strempel zu Kassierern gewählt. Materialwart Christian Wagner sowie die Schriftführer Anke Schramm und Peter Vogt komplettieren das Führungsgremium. Zuvor war der amtierende Vorstand nach einem positiven Kassenbericht von Föller entlastet worden.

Außer Bergzeitfahren und Scheunentanz stehen bis dato zwei weitere Termine fest. Am Mittwoch, 28. April, wollen die Schlepperfreunde eine Brauerei besichtigen. Für den Herbst ist ein Ausflug mit Traktoren und Planwagen vorgesehen. Da werden mindestens drei neue Mitglieder dabei sein. Axel Mering sowie Dietmar und Tobias Ernst gehören den Schlepperfreunden neuerdings an.

Wer mehr über die Aktivitäten wissen möchte, wird im Internet fündig. Auf http://www.schlepper-freunde.com informiert der Verein über Aktuelles und Geplantes. gst gst

 

 

 

Usinger Anzeiger

Harald Moses neuer und alter Vorsitzender

11.03.2010 - NEU-ANSPACH

Jahreshauptversammlung der Schlepper-Freunde Anspach

(ua). Kürzlich fand bei den Schlepper- Freunden Neu-Anspach die Jahreshauptversammlung Neuwahlen statt. Vorsitzender Harald Moses erinnerte nach der Begrüßung in einer Gedenkminute an das verstorbene Vereinsmitglied Herbert Fend. Anschließend blickte er auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück.

Nach einem sehr positiven Kassenbericht - vorgetragen von Frank Föller - wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Wahlleiter Andreas Moses führte die Wahlen des neuen Vorstandes durch: Als erster Vorsitzender wurde Harald Moses bestätigt, zum zweiten Vorsitzenden wurde Frank Föller gewählt. Erster Kassierer wurde Werner Lempp, zweiter Kassierer Jürgen Strempel, erster Schriftführer Anke Schramm und zweiter Schriftführer Peter Vogt. Christian Wagner ist neuer Materialwart. Alle wurden einstimmig gewählt.

Nach einer Satzungsänderung, der die Mitglieder einstimmig zustimmten, wurden unter Punkt Verschiedenes die Aktivitäten für das Jahr 2010 festgelegt.

Am 28. April findet die Besichtigung einer Bierbrauerei statt, am 3. Juli ist ab 19 Uhr Scheunentanz mit Live-Musik geplant, am 4. Juli gibt es ab 10 Uhr eine Traktorenausstellung, ab 11 Uhr einen Zeltfrühschoppen mit dem Musikzug Anspach und ab 13 Uhr das traditionelle Bergzeitfahren. Für den Herbst ist ein Vereinsausflug mit Traktor und Planwagen geplant.

Neu begrüßen konnte Moses die drei neuen Mitglieder Dietmar Ernst mit Sohn Tobias und Axel Mering.

 

 

Taunus Zeitung 7.7.09

Frank Saltenberger

06.07.2009 Lokales

Rennen der Arbeitstiere

Mehrere hundert Besucher beim Bergzeitfahren der Traktoren auf der Wacht

Mancher Fahrer hatte auch ein Dach über dem Kopf. Mancher Fahrer hatte auch ein Dach über dem Kopf.


 

Eigentlich für schwere Lasten gebaut

Zusätzlich zu der hoch am Himmel stehenden Mittagssonne heizten jetzt die Fahrer ihren Maschinen ein. Zum Teil gingen Oldtimer an der Start, Fahrzeuge aus den 50er Jahren mit an heutigen Pkw-Maßstäben gemessen lächerlichen 20 bis 50 PS und einem Hubraum zwischen 1500 und 2000 Kubikzentimetern. Aber die «Arbeitstiere» sind ja nicht für Rennen gebaut, sondern dazu, schwere Lasten und Ackergeräte wie Eggen, Pflüge, Heuwenden oder Mähbakken über das Feld zu bewegen.

 

Aber wenn man bergab den Gang raus nimmt und die Kiste rollen lässt, kann sie schon an Fahrt gewinnen, so dass es gefährlich werden könnte. «Wer bergab den Gang raus nimmt oder die Kupplung tritt, wird disqualifiziert», gab Moses scharfe Anweisungen. Nach dem Start ging es leicht bergauf, und da gaben die Fahrer Gas, und wer dicht an der Strecke stand, schluckte Staub.

Während auf diesem Stück die Flitzer Boden gutmachen konnten, kam es bergab auf das fahrerische Können an. Schwierigste Stelle war die 90-Grad-Kehre am Ende des Parcours. Dort hatten sich auch die meisten Zuschauer eingefunden. Auf das richtige Schalten kam es an: Wer zu spät runter schaltete, konnte der Schwung nicht mitnehmen und musste nach der Kurve quasi aus dem Stand heraus neu anfahren. Und das kostete natürlich wertvolle Sekunden.

Einmal stockte den Zuschauern der Atem, denn Carsten Stamm von den Heckeschleppern aus Hundstadt war zu schnell in die Kurve hinein gefahren. Das Hinterrad sei in eine Rille abgerutscht, sagte er anschließend – er verlor die Kontrolle, und der Traktor kippe mit dem Fahrer darauf um. «Das hätte auch anders ausgehen können», dachten wohl viele Zuschauer, denen der Schreck ins Gesicht geschrieben stand. Aber es ging gut aus, der Fahrer konnte noch abspringen und sich auf dem Gras abrollen. «Wir werden die Strecke im nächsten Jahr ändern», sagte Föller nach dem Vorfall.

Schnellster Trecker war schließlich ein Deutz D4600, Baujahr 1974 von Sven Höser aus Usingen, der für die zwei Wertungsrunden nur 4 Minuten und 29 Sekunde brauchte. In der Klasse zwei der älteren Baujahre gewann Stefan Bender aus Usingen auf einem D22 des Fabrikats Rheinland Stall Hannover mit einer Gesamtzeit von 5 Minuten 18 Sekunden, und in der Wertungsklasse 1 gewann Michael Roth aus Grävenwiesbach auf einem Kramer KA 15, Baujahr 1956.

 

    Usinger Anzeiger 7.7.2009

    Frau Kreutz

Volle Hütte und gute Laune beimScheunentanz. Bild: Kreutz
 
Lokales 07.07.2009
 
Selbst zur Geisterstunde kamen noch neue Gäste

Scheunentanz der "Schlepper Freunde Stadt Neu-Anspach" am Samstagabend

NEU-ANSPACH (ek). Tanzen bis zum Abwinken und super Stimmung in uriger Atmosphäre, das war am Samstagabend der erste Scheunentanz der "Schlepper Freunde Stadt Neu-Anspach". Über mindestens 400 Besucher "Auf der Wacht" in der Scheune Lempp freute sich Vorsitzender Harald Moses, der selbst um 23.30 noch feststellte: "Es kommen immer noch neue Gäste". Nach dem Erfolg der ersten Schlepperausstellung mit Bergzeitfahren im vergangenen Jahr, haben die "Schlepper Freunde" bei der Wiederholung in diesem Jahr ein zweitägiges Festwochenende organisiert. In der Hoffnung, dass es auch beim Scheunentanz mit Livemusik richtig krachen werde, hatte der junge Verein mit Unterstützung der Handballer der SGA noch ein Zelt vor der Scheune aufgestellt. Und auch die zusätzlich davor platzierten Bistro-Tische und Bänke im Freien waren bei den sommerlichen Temperaturen rappelvoll besetzt.
Die heimische Kapelle "The Bullet's" mit Frank Föller, dem zweiten Vorsitzenden der "Schlepper Freunde" am Bass, heizte den Besuchern mit Rock, Pop und Schlagern gehörig ein, und Jung und Alt tummelten sich begeistert auf dem Tanzboden. Auch wenn von dem darüber liegenden Heuboden jede Menge Staub herab rieselte, hatten die Tänzer jede Menge Spaß. Nur an ein gelungenes Foto vom Tanzen war unter diesen Bedingungen nicht zu denken.
Doch auch Nichttänzer hatten sichtlich ihren Spaß in der mit Pferdegeschirren, landwirtschaftlichen Arbeitsgeräten und Gebinden mit Getreideähren und Kornblumen rustikal geschmückten Scheune. Der Vorsitzende freute sich, dass alt eingesessene Anspacher aus allen Generationen zu den "Schlepper Freunden" gekommen waren. "So ein Fest hat in Anspach gefehlt", schloss er aus der guten Akzeptanz und teilte jetzt schon mit, dass es im nächsten Jahr auf jeden Fall eine Wiederholung geben werde.
Besonders froh war Moses auch über die Unterstützung der Handballer, die an diesem Abend den Dienst hinter der Theke übernahmen. "Eine Hand wäscht die andere", erinnerte er daran, dass die "Schlepper Freunde" im Gegenzug den Handballern beim Pfingstturnier geholfen hatten. Der Scheunentanz sei ganz nach dem Geschmack der Anspacher, erklärte Jürgen Höser, der betonte, dass der Verein erst vor eineinhalb Jahren gegründet worden sei und jetzt praktisch aus dem Stehgreif eine so gelungene Veranstaltung auf die Beine gestellt hätten.
Ein weiterer Bericht über die Schlepperausstellung und das Bergzeitfahren am Sonntag folgt.

 

T AU N U S Zeitung

04.06.2009 Lokales Neu-Anspach Anspach

Traktoren werden zu Bergziegen

Fürs erste Juli-Wochenende laden die Neu-Anspacher Schlepper-Freunde zum Bergzeitfahren mit großem Unterhaltungsprogramm ein.

Neu-Anspach. Nach dem sehr guten Zuspruch im vergangenen Jahr geben die Schlepper-Freunde der Stadt Neu-Anspach in diesem Jahr richtig Gas, auch bei der Gemütlichkeit. Am Samstag, 4. Juli, wird es «Auf der Wacht» in der Scheune Lempp ab 19.30 Uhr einen Scheunentanz mit Live-Musik geben. Dazu spielt die Kapelle «The Bullets» auf. Am Sonntag, 5. Juli, treffen sich ab 10 Uhr Zuschauer und Teilnehmer für das zweite Anspacher Bergzeitfahren für Traktoren, ebenfalls «Auf der Wacht».

Am Sonntag wird es einen Kinderspielplatz im Stroh und nach dem Rennen die Gelegenheit zu Rundfahrten auf den Schleppern der Teilnehmer geben. Die Karten für den Scheunentanz sind im Vorverkauf erhältlich, und zwar beim Restaurant zur Wintermühle, im Bistro zum Brünnchen, bei Art Design Beschriftungen Frank Föller, Wörner und Schmitt sowie beim Autohaus Jäger.

Startberechtigt sind alle serienmäßigen und zugelassenen Schlepper, solange sie nicht getunt sind. Gefahren wird nach einer Sollzeit. Abweichungen werden als Strafpunkte gewertet. Der Teilnehmer mit den wenigsten Strafpunkten gewinnt seine Klasse. Sind weniger als drei Teilnehmer in einer Klasse gemeldet, wird diese mit der nächsthöheren Klasse zusammengelegt.

Es gibt die Klassen bis 15, 25, 35 und ab 36 PS nach oben offen. Unimogs treten untereinander in einer separaten Klasse an. Die gültige Fahrerlaubnis jedes Fahrers wird bei der Nennung überprüft. Pokale gibt es für die ersten drei jeder Klasse, 20 Liter Diesel für jeden Klassensieger und einen großen Pokal für den Gesamttagessieger. Das Nenngeld beträgt 10 Euro, um 13 Uhr geht der erste Schlepper auf die Strecke.sgb

Anmeldung im Internet unter: http://www.schlepper-freunde.com/bergzeitfahren.htm

 

Usinger Anzeiger 22.Mai 2009

 

Taunus Zeitung

11.05.2009 02:50 Uhr Lokales Neu-Anspach Westerfeld

Radler nicht zu schlagen

Zwölf Teams bei den Straßenkegelmeisterschaften dabei

Von Frank Saltenberger

Bei schönem Wetter und einer stattlichen Besucherkulisse wurden die dritten Straßenkegelmeisterschaften ausgetragen. Die zwölf Vereinsteams kamen in gewisser Weise «unter die Räder», denn die Radfahrer waren nicht zu schlagen.

 Zwölf Mannschaften, je fünf Spieler, zwei Durchgänge und jeweils zwei Würfe: Macht zusammen 240 Würfe, dazu ein Stechen, und nur drei Mal sind alle Neune gefallen. Das sind die wichtigsten Zahlen, und der Sieger sei auch gleich genannt: Das Team des Radfahrvereins holte den Siegerpokal der dritten Neu-Anspacher Straßenkegelmeisterschaften.

So sportlich das auch klingt, es ist doch mehr eine gesellige Veranstaltung mit Spiel und Spaß als verbissener Hochleistungssport. Und das kommt an bei den Vereinen der Kleeblattstadt, denn mit zwölf Teams stellte Dieter Schwab, der die Turnierleitung innehatte, eine Rekordbeteiligung fest.

Es gab auch eine Neuerung: Der Wettbewerb wurde diesmal nicht in der Gasse «Zu den Gärten» ausgetragen, sondern in der Mühlstraße. «Hier ist es ruhiger, und wir stören nicht so den Verkehr», begründete Ingo Uwira, Vorsitzender des Vereinsrings, die Verlegung. Ging es in der Vergangenheit bergauf, so mussten die Kegelbrüder diesmal um die Kurve kegeln. Die Bahn machte einen leichten Bogen, und Richard Kotitschke hatte extra neue Banden geschreinert.

Westerfelder Jungs stellten wie immer die Kegel auf, und einer davon war Niklas. Der zählte auch die Umfaller und meldete sie Schwab weiter. «Boah, das war meine Mutter», stellte er einmal fest, und die hatte gerade einen Achter geworfen. Die Teams, die nicht gerade dran waren, saßen an Tischen unter einem Zeltpavillon, hielten sich mit Erfrischungsgetränken fit und beobachteten die Mitstreiter. Manchmal wurden die Kegler angefeuert. «Nicht so hart!», bekam CVA-Kegler Jürgen Pfeifer beispielsweise mehrfach zugerufen. Letztlich sicherte sich das Männerteam der Chorvereinigung die rote Laterne, aber das schmucke Lämpchen kann man wenigstens gebrauchen.

Die Pokale lassen sich nur angucken, und den Größten nahmen wie gesagt die Radfahrer auf dem Gepäckträger mit nach Hause. Völlig verdient, denn sie hatten auch einen der drei Neunen aufzuweisen. Das gelang auch den Keglern um Ernst Bohrmann, und der Gruppenchef selbst war es, der alle Neune zu Fall brachte.

Alle Neune für Frank Föller

Dieses Kunststückchen brachte auch Frank Föller fertig, aber die Schlepperfreunde ließen sich in einem Stechen von «Böcklers Bärenbande Team 2» den dritten Siegerpokal vor der Nase wegschnappen.

Außer den genannten Teams stellten die Schlepperfreunde auch eine Damenmannschaft. Außerdem war der Gospelchor «Nah dran» mit am Start. Die Politik war ebenfalls vertreten, doch die CDU kam über Platz sechs nicht hinaus, und Bürgermeister Klaus Hoffmann (CDU) beschränkte sich auf Zuschauen und Pokalübergabe.

 

 

 

 

 

 

 

 

Taunus Zeitung 26.8.2008 

Printausgabe vom 26.08.2008

Erste Weintour ist ein großer Erfolg Händler loben Aktion Werbung für die Einkaufsstadt

Edle Tropfen zerrinnen auf der Zunge

Mit dem Planwagen der Schlepperfreunde um Fahrer Frank Föller (l.) fuhren Klaus Mainz (r.) und die Weinfans zu den Orten.

Von Alexander Schneider

Neu-Anspach. Die Kleeblattstadt hat ihre Antwort auf die «Reintour» (hier mal rein, da mal rein . . . ) gefunden: die «Weintour» (hier mal Wein, da mal Wein . . .). Dass dem Weine Wahrheit innewohnt, ist hinreichend bekannt, und so ist es denn auch die Wahrheit, dass in der Weintour eine kulinarisch-vinologische Veranstaltung gefunden wurde, die nicht nur ihresgleichen, sondern auch Wiederholung sucht.

Klaus Mainz, Stadtvermarkter und Weinfreund in einem, hatte den Geschmack von 18 Weinfreunden voll getroffen. Den Verehrern edler Tropfen sind diese an drei urig-rustikalen Verköstigungsstätten – Schultheisshof, Weinparadies Riegel und Weinhof Schädel – mit korrespondierenden Speisen ausnahmslos auf der Zunge zerronnen und darauf zergangen. Und auch Traktorist Frank Föller, der mit «Stewardess» Anke Schramm mit ruhiger Hand den Transport der von Etappe zu Etappe lustiger werdende Testtrinkerschar sicherstellte, hatte seinen Spaß.

Die Schlepperfreunde Neu-Anspach hatten bis Freitag fieberhaft gearbeitet, damit der Planwagen rechtzeitig fertig wurde. Und er wurde fertig. Ideengeber Klaus Mainz sagte, diese Wirtschaftsförderung am lebenden Objekt sei ge-eignet, den Menschen Lust auf Neu-Anspach zu machen. Nur wer wisse, welche Attraktionen die Kleeblattstadt bereit hält – etwa drei ausgezeichnete Weinhandlungen – der fühle sich auch wohl, «der geht hier aus, und der kauft hier ein», so Mainz. Er hält diese Form der Vernetzung miteinander im Wettbewerb stehender Unternehmen auch für ein Instrument der Qualitäts- und Angebotssteigerung. Und dass die erste Neu-Anspacher Weintour ausgerechnet parallel zur Eröffnung der Neu-Anspacher Kulturwoche begann, dürfte auch kein Zufall gewesen sein. «Wein, in so lockerer Form genossen, das ist Kultur», sinnierte Mainz, als er dem Richtung Schultheisshof entschwindenden Fuhrwerk hinterher winkte.

Dort hatte Thomas Sauer den Tisch bereits gedeckt. «Wir fangen mit Sekt an und trinken uns von lieblich bis herb», empfing er die Gäste in seiner Weinscheune. Mit einem fruchtigen Secco aus der Pfalz ging es los, dann kam Dornfelder Sekt ins Glas, es folgte badischer Burgundersekt, und die Krönung war ein Crémant d‘Alsace. Zur Abwechslung gab‘s Flammkuchen mit sechs verschiedenen Belägen, so ausgewählt, dass sie das vinologische Geschmackserlebnis wohltuend ergänzten.

«Super Idee, wir haben drei Schwerpunkte gefunden und sind uns alle drei sympathisch», lobte Sauer das Konzept, das die drei Weinhändler erstmals an einem Strick ziehen ließ.

Auch die aus Ecuador stammende Patricia Riegel empfand die Kooperation als gelungene Gelegenheit, die Vielfalt des Weines auf sympathische Weise darzustellen. Im Weinparadies in der Bahnhofstraße gab es sechs ausgesuchte brasilianische Rotweine, aber auch Kostproben musikalischer und kulinarischer Art. Sie hatte in Paulina Abad, Dieter Heilmann, Walter Erazo, Amy Baca und Aldo Zuniga Tänzer, Musikanten und Sänger vom deutsch-ecuadorianischen Club in Frankfurt zur Tafelmusik gebeten. Als Zwischengänge gab es mexikanischen Fileteintopf, Fajitas und Empanadas.

Letzte Station: Weinhof Schädel in Hausen-Arnsbach. Monika Schädel hatte eine Reihe Weißer elsässischer, rheinhessischer aber auch österreichischer Provenienz aus dem Regal geholt. Den Abschluss machte ein fruchtiger Wein aus dem Burgenland: «Obstsalat im Glas», so Schädel. Unterbrochen wurde die Degustation mit Leckerem aus Schädels Küche: Karotten-Ingwer-Suppe, Quiche und zu guter Letzt mit verschiedenen Käse überbackenes, zuvor mit Kräutern aus dem eigenen Garten gewürztes Obst.

 

Bericht Oldtimer Trecker Inserat Sept/Okt 2008

 
 

Taunus Zeitung - Hochtaunus

Traktoren machen Tempo

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Der Jüngste war der Schnellste: Sven Höser (15) aus Merzhausen (vorne Mitte) gewann seine Klasse und holte den Gesamtsieg. Darüber freuen sich Schirmherr Bürgermeister Klaus Hoffmann, Andreas Moses und Harald Moses, Vorsitzender der Schlepper-Freunde (obere Reihe von rechts).

Von Jürgen Schnegelsberg

Neu-Anspach. Wo sonst am frühen Morgen Bürger ihre Hunde ausführen, der ein oder andere Reiter, Jogger oder Mountain-Biker unterwegs ist, knatterten am Sonntag die Motoren, und schwergewichtige Ungetüme ließen ihre Muskeln spielen.


Im Gebiet „Auf der Wacht“, fand das „1. Anspacher Bergzeitfahren für Traktoren“ statt, und eingeladen hatte der erst im November vergangenen Jahres gegründete Verein „Schlepper-Freunde Stadt Anspach“. 34 Mitglieder fahren derzeit zwölf Traktoren, so Vorsitzender Harald Moses. Am Morgen hatten die Besitzer ihre Fahrzeuge auf eine Wiese zur Ausstellung gefahren. Wer zum Rennen auf die etwa 1,6 Kilometer lange Strecke wollte, konnte ab Mittag mit seinem Traktor an einer Einführungsrunde teilnehmen.

Gefahren wurde auf einem Rundkurs mit zunächst einer langen Geraden, dann einem gefährlichen, auf eine Spitzkehre zulaufenden Gefälle-Stück, wo bis fast auf Null wieder heruntergebremst werden musste, einer Steigung, wo Drehmoment und Getriebeübersetzung zählten, sowie wieder einer Geraden zurück ins Ziel. Zwei Minuten Sollzeit waren vorgegeben, die allerdings niemand erreichte.

Gestartet wurde ab 13.15 Uhr in vier PS-Klassen: bis 15, bis 25, bis 35 und ab 36 PS offene Klasse ohne Limit. Die Zuschauer versammelten sich zahlreich: Zum einen im Start- und Zielbereich, zum anderen an einem eigens auf einem abgeernteten Acker eingerichteten Getränke-Stützpunkt. Obwohl sich die Schlepper-Freunde mit dieser Veranstaltung das erste Mal überhaupt der Öffentlichkeit mit einer Veranstaltung präsentierten, klappte alles reibungslos. Die offene Scheune gegenüber dem Anmelde-Container war noch lange nach dem letzten Start Treffpunkt der Traktoren-Fans. Dass die Eigner der Lanz, Fendt, Hanomag, Massey-Ferguson und Deutz ihre bulligen Vehikel für Rundfahrten mit Gästen zur Verfügung stellten, kam besonders bei Eltern mit Kindern sehr gut an.

Das Rennen selbst gewann aber keiner der „Oldies“, sondern mit Nummer 20 ein noch sehr gängiges Modell. Sven Höser aus Merzhausen war sowohl der Jüngste als auch der Schnellste auf einem Traktor: Der 15-Jährige peitschte seinen 1974er Deutz mit 35 PS in 2:06,07 Minuten über die Strecke. Schneller war nur noch ein Unimog aus Friedrichsdorf mit 34 PS, Baujahr 1961, in 2:05,09, der allerdings außerhalb der Wertung fuhr. Die Siegerehrung nahm Vereinsvorsitzender Harald Moses gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Hoffmann und Andreas Moses (beide CDU) vor. Alle 23 Starter kamen heil ins Ziel. Nicht nur bei der Organisation lief alles glatt, es gab weder Unfälle noch Defekte auf der gemischten Schotter- und Asphalt-Strecke.

 

 

 
Usinger Anzeiger 8.7.2008
     
     
     
5.12.2007 Usinger Anzeigenblatt

7.12.2007 Usinger Anzeiger 

 

Bild & Bericht von Frau Kreutz  
:
Usinger Anzeiger 28.4.2008


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Profis ließen ihre Kugel rechtzeitig verhungern

Neu-Anspacher Vereins-Straßenkegelmeisterschaft - tückische "Straßenbahn" - Wanderpokal für Boecklers Bärenbande

WESTERFELD (cu). Neun Kegel im Visier, die Kugel in der Hand, Schwung geholt - und stopp - wie geht das noch mal? Für die Unerfahrenen bei der zweiten Neu-Anspacher Vereins-Straßenkegelmeisterschaft am Samstagnachmittag in der Dorfmitte hielt Ingo Uwira, Vorsitzender vom ausrichtenden Vereinsring, einige Tipps bereit: "In die Knie, und nicht verreißen", riet er.
Manchmal half es, manchmal nicht. "Die Kugel muss verhungern, sobald sie den ersten Kegel getroffen hat", setzte Uwira nach. Mit Sturm und Drang war da also nicht viel zu machen. So scheint es fast natürlich, dass die Jugendlichen vom Club 73 am Ende, was die erreichte Punktzahl anbetrifft, das Schlusslicht bildeten. Immerhin, dank ihrer Unerfahrenheit durften sie eine Petroleumlaterne mit ins Jugendzentrum nehmen.
Wer die Kugel mit zu viel Schmackes durch die Bahn jagte, konnte höchstens mit zwei bis drei Treffern rechnen. Statt Muskelkraft war also Köpfchen gefragt, zumal die Bahnverhältnisse es in sich hatten. Die Asphaltmischung war nicht allzu fein, die Kugel hoppelte und das Niveau verlief schräg fallend. Eingerahmt wurde die Bahn von zwei Dachsparren. Der niedrigste Punkt ließ sich hinten links ausmachen, so dass, man ahnt es, manch Kugel die neun Kegel linkerhand passierte, ohne auch nur einen davon zu streifen. Das Glück war wiederum denen hold, die zuerst die Dachsparren und dann die Kegel trafen. "Das zählt", war man sich einig, denn so stand es in den zum Wettkampf herausgegebenen Regeln.
Dass das Straßenkegeln ein tückisches Unterfangen war - Probewürfe waren nicht gestattet -, hatten die Damen von der Chorvereinigung schnell begriffen, und noch nach anderthalb Durchgängen lagen sie vorn. Andere zogen jedoch kräftig nach, so dass es bei der holden Weiblichkeit am Ende nicht für einen Pokal reichte. Doppelte Arbeit hatte am Nachmittag die Initiative "Unser Dorf". Sie mischte nicht nur beim Wettbewerb kräftig mit, sondern bewirtete auch die komplette Gesellschaft. Das waren immerhin elf Mannschaften je fünf Personen plus Fangemeinde.
Der Radfahrverein als Vorjahressieger wollte nur zu gern seinen Titel verteidigen und strengte sich mächtig an, doch es half nichts.
Der Wanderpokal machte seinem Namen alle Ehre und wanderte in andere Hände. Immerhin, die Radsportler errangen mit 76 Punkten Platz drei. Das bedeutete einen kleineren Pokal und eine Flasche russischen Sekt. Den zweiten Platz mit sehr guten 82 Punkten errangen die Schlepperfreunde. Als Belohnung gab es ebenfalls Schampus und einen Pokal. Mit den Gesetzen der Physik bestens vertraut zeigte sich Jürgen Gotschy von "Boecklers Bärenbande", einem Kegelteam, das sich nach einer Anspacher Straße benannt hat. "Rechts anspielen und von oben rein", lautete seine Taktik, und sie hatte, angewandt von seinem Bruder Rainer Gotschy, Erfolg. Ihm gelang es, mit einem Wurf alle neun Kegel abzuräumen, womit er seinem Team zum Gesamtsieg mit 85 Punkten verhalf.
Zuvor hatte bereits Volker Menzel von den Kegelfreunden 505 einen "Neuner" erzielt. Außerdem nahm eine Mannschaft vom TSC Grün-Gelb, ein Herrenteam der Chorvereinigung, eine Auswahl aus CDU und SG Hausen sowie ein Team vom Verein NAPS an der Straßenkegelmeisterschaft teil, die Dieter Schwab initiiert hat, der die unzähligen gefallenen Kegel immer wieder aufstellte.

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Printausgabe vom 28.04.2008

Beim Kegeln den Regeln beugen

Elf Vereine beteiligten sich an der Straßenkegelmeisterschaft, und Böcklers Bärenbande trug den Sieg davon. Fotos: fms

Von Frank Saltenberger

Westerfeld. Die kleine Stichstraße „Zu den Gärten" in Westerfeld war am Samstagmittag für einige Stunden unpassierbar, und wer den Durchgang dennoch wagte, dem konnten Kegel gegen die Schienbeine fliegen oder eine Kugel mit zwei Löchern über die Füße rollen: Der Vereinsring hatte zum Straßenkegeln aufgerufen, und elf Vereine waren in Mannschaftsstärke angetreten.

Diese beugten sich beim Kegeln den Regeln. Fünf gab es an der Zahl, und die legten fest, dass eine Mannschaft aus fünf Kegelbrüdern oder -schwestern bestehen muss, dass jeder zwei Durchgänge hat, dass ein Bandenwurf nicht als Pudel zählt und, welch wichtige Festlegung, dass keine Nebenabreden gelten.

Alles offen also, die Stimmung wurde auch nicht verabredet, und sie konnte doch besser kaum sein. Kein Wunder: Unter sonnigem Himmel saß man, aber nicht auf dem Trocknen, und die „Udos" sorgten mit Wildschweinbratwurst und Thüringer, Gerstensaft sowie Kaffee und Kuchen für die Standards der leiblichen Befindlichkeit. Die „Udos" sind die Unser-Dorf-Aktivisten beziehungsweise -Aktivistinnen, die das Rückgrat der Dorfgemeinschaft mit den Aktionen wie Floh- oder Weihnachtsmarkt sind. Aber die „Udos" griffen auch zur Kugel, und das mit Erfolg, denn sie beendeten den Wettkampf auf Platz vier.

Als Lokalmatadoren hielten sie sich bescheiden von den Pokal-Rängen fern. Ganz fern hielt sich auch der Club 73, die Mannschaft des Jugendclubs, und das mit Schlitzohrigkeit, denn mit einem Pokal, der noch nicht einmal einen halben Liter Flüssigkeit fasst, lässt sich nicht wirklich viel anfangen. Ein rote Laterne dagegen konnten sie für den Klubraum gut gebrauchen und legten es deshalb planmäßig darauf an, möglichst wenige Kegel umzuhauen. Aber da das eine wie das andere zu einem großen Teil vom Glück abhängt, mussten sie um die „Niederlage bangen" und zollten sogar Applaus, wenn andere mal so richtig daneben kullerten.

Die anderen Mannschaften peilten allerdings die Pokale an. So auch die Mannschaft der CDU und der SG Hausen. Mit 58 Zählern hatte die politisch-sportliche Mischmaschmannschaft aber keine Chance, und sie ging wie die anderen „Loser" nur mit einer Flasche Sekt nach Hause. Die Kegelfreunde 505 landeten auf dem neunten Rang, die TSC-Grün-Gelb-Mannschaft war nur einen Tick besser und belegte den achten Platz. Zwischen die CVA-Damen auf Platz fünf und die CVA-Herren auf sieben schoben sich die schwimmbadfördernden „Napser" auf Rang sechs. Platz vier ging, wie gesagt, an die „Udos", und von den Pokalen nahmen die „Radfahrer" diesmal den kleinsten,
die erstmals startenden „Schlepperfreunde" den mittleren und „Böcklers Bärenbande" den größten und gleichzeitig den Wanderpokal mit nach Hause.

Und nur zwei Mal hatten die Kegeljungs Lukas, Leonard und Jan bei „allen Neunen" viel zu tun. Rainer Gotschi von der Bärenbande und Volker Menzel von den Kegelfreunden 505 räumten sie ab.

Außer den „Udos" hatten Nadja Diehl und Natalie Schwab beim Buchführen der Punkte, der Vorsitzende des Vereinsrings, Ingo Uwira, mit der Pokalübergabe sowie Dieter Schwab und Helmut Baum vom Vorstand beim Aufstellen der Kegel zu tun, wenn die Kegeljungs mal eine Pause brauchten.

 

Neu-Anspacher Nachrichten Mai 2008
 
 
     

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